Frohe Weihnachten allen Mitarbeitern und Kunden! - Sozialstation Mobil

Frohe Weihnachten allen Mitarbeitern und Kunden!

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Seit über 2000 Jahren erleben wir jedes Jahr zu Weihnachten das gleiche Wunder: Gott in seiner unendlichen Größe macht sich in Jesus zum Neugeborenen, zum unendlich Hilfebedürftigen. Der Himmel und Erde geschaffen hat, liegt in Menschengestalt zwischen Tieren im Stall. Trotz der seltsamen Umstände seiner Geburt findet er die Liebe seiner Eltern. Er predigt Barmherzigkeit und findet doch kein Erbarmen vor seinen Mitmenschen, sondern wird von ihnen in den Tod geschickt.

Jesus in der Krippe, der dort „elend, nackt und bloß“ liegt, wie es in einem der schönsten Weihnachtslieder heißt (Lobt Gott, ihr Christen): Diese Nacktheit und manchmal auch dieses Elend kennen wir aus der Pflege. Und obwohl wir nicht Tote zurück ins Leben holen können, werden Pflegekräfte doch oft zu Wundertätern. Manchmal ist es nur ein gutes Wort, das gesprochen wird und hilft. Denn auch für unser eigenes Altern gilt, was wir so eindrücklich im Evangelium nach Johannes lesen: „Als du noch jung warst, hast du dir den Gürtel selbst umgebunden und bist gegangen, wohin du wolltest. Doch wenn du einmal alt bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dir den Gürtel umbinden und dich dahin führen, wo du nicht hingehen willst.“

Auch wer nicht an die großen Mysterien des Christentums glaubt, etwa die Auferstehung, stellt sich in der Pflege doch in eine seiner schönsten Traditionen: Den Nackten Geborgenheit zu geben, Nahrung, Kleidung, Trost. Was wir heute erleben, wenn wir täglich Anfragen von Pflegebedürftigen ablehnen müssen, weil es zu wenig Mitarbeiterinnen gibt, und es uns das deshalb das Herz zerreißt, erinnert an uralte Zeiten. Warum lag Jesus in der Krippe? Das Evangelium nach Lukas sagt es ganz nüchtern: „weil in der Herberge kein Platz für sie war“.

Wünschen wir uns zu Weihnachten, dass Licht in die Dunkelheit kommt und Pflege wieder ein menschliches Gesicht erhält!

(Das Bild zeigt übrigens eine französische Buchmalerei aus dem 15. Jahrhundert. Es ist in der Kunstgeschichte höchst ungewöhnlich darin, dass, anders als sonst, nicht Maria das Kind trägt, sondern Josef, ihr Mann. Und es ist fast einzigartig darin, dass Maria ein Buch in den Händen hält und liest. Trotz des traditionellen Kolorits mit Ochs und Esel zeigt es damit beinahe eine moderne Familie. Was wir dort sehen, ist uns über ein halbes Jahrtausend hinweg nah.)

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